Alfönisßes Sßbroßbuaß

Alfönisßes Sßbroßbuaß:




 

 

1. Alfabed & Laudsüsdem


Regl: Des Alfönisße Alfabehd hod:

22 Buaßsßdom:

A B Ä D E F G H I J Ö L M N O R Ü S U ẞ(ch) W  Z

 (alles überprüfen!!!)

Z.B: I geh jedz zum sßbar, damidd i a lebakas semmal essn ko. Des wiad a Gsßmakks erlebniss! I muas daun zua sßui. Da Bus kummd ned. Da Zug foid aus.

2. Gros- und Gloasßreibung


Regl:

3. Ardikel und Gßleſd


Regl:
Es gibd drei grammadiße Gschleſda:

4. Fälle


Regl:
Alföniß hod 4 Fälle:

  1. Wer oder Wos → da Hund

  2. Wem (keads) → dem Hund

  3. Wem → dem Hund/den Hund

  4. Wen oder wos → den Hund

5. Anzoi/Mehrzoi


Regl:
Mehrzoi endstehd duaſ faßiedene Endungen:
da Hund – di Hund, des Kind – di Kinda, di Frau – di Fraun

Ka einheitliche Regl – Mehrzoifoamen miassen oft gleand weadn.

6. Duhen Worddformen


Regl:
A Duhenwordd bassd si an Berson, Zoi und Zeid o.
Beißbü „geh ßo“:

Gegnwoadd:
1. Berson Anzoi: I geh ßo.
2. BAz: Du gehßd ßo
3.BAz: Er/Sie/Es gehd ßo.
1.BMz: wia gengan ßo.
2.BMz: ihr gehd ßo.
3.BMz: sie gengan ßo.

Fagangheid:
1. Berson Anzoi: i bi ßo gaunga.
2.BAz: Du bisd ßo gaunga.
3.BAz: Er is ßo gaunga.
1.BMz: Wir san ßo gaunga
2.BMz: Ihr sads ßo gaunga.
3.BMz: Sie san ßo gaunga.

Zukunfd:
1. Berson Anzoi: i wea ßo geh.
2.BAz: du wiasd ßo geh.
3.BAz: er wiad ßo geh.
1.BMz: Wir wean ßo geh.
2.BMz: ihr wead ßo geh.
3.BMz: sie wean ßo geh.

 

7. Zeiddn


  1. Gegnwoadd
  2. Fagangheid
  3. Zukunfd

Hoben sein und weadn san di 3 Hüfsweabn, oda so.


8. Sodzbau

Grundßdrukdur: Berson – Duhenword – Objekd
Da Bua (B) issd (D) den Obbfi (O).

In Nebensädzen: Duhenword am End
..., wei da Bua den obbfi issd.

In Frogn: Duhenword zuersd
Issd da Bua den Obbfi?

In Beföhn: Duhenword am Ofaung
Iss den Obbfi!


9. Worddoaddn

  1. Haubdwordd (Haus)
  2. Duhenwordd (geh)
  3. Eignßoffdswordd (scheh, heudde, doadd)
  4. Namensersedzung (I, du, de/da/des, etc)
  5. Vorhaubdwordd (des, di, da, a,etc)
  6. Riſdungswordd (auf, mit, duach)
  7. Bindewordd (und, weil, das)
  8. Ausrufewordd (geleck, bisd du narriß)

10. Eignßafdswordd & ßdeigarung

Regl:
normal – mehr – am meisdn
(noſ dem is)→ ß*nö – ßnölla – am ßnösdn
(vor dem haubdwordd)→ ßnölla – ßnöllara – da ßnösde
*

Wos füa a ßdeigarung wo benudzn: hängd vom Eignßafdswordd o:
a ßnölla Hund, a ßnöllara Hund, da ßnösde Hund | da Hund is ßnö, da andare Hund is ßnölla, dea Hund do is oba am ßnösdn


11. Sodzzeichn

Beißbü:
Er sogdd: „I kumm speda.“


12. Worddbüdung


13. Rechtschreibregeln (Auswahl)


14. Kommasedzung

Haubdregln:

  1. Zwißen Haubd- und Nebensodz → I wass, das du kummsdd.

  2. Bei zeiddnfreien Worddgruppen → Es is wiſdig, reglmäsig zu lerna.

  3. Bei Aufzöhlungen → I mgg Öbbfi, Birn und Draubn.


15. Worddßdellung (Sodzklamma)

Alföniße Sädze hom ofdd zwa Duhenwordddeile – das faändadde Duhenwordd und des fagangenheid/zeiddnfreie-Wordd:
I hob des Buach glesen.
Er heid kemma.


16. Faneinen

Regl:


17. Präpositionen & Fälle


18. Relativsätze

Das ist der Mann, der den Hund hat.
(Relativpronomen richtet sich nach dem Bezugswort: der/die/das, welcher/welche/welches.)


19. Konjunktionen


20. Indirekte Rede

Er sagt, er sei krank. (Konjunktiv I)
Er sagte, er sei krank gewesen. (Vergangenheit)


21. Satzarten

Sätze kann man nach ihrer Funktion und Struktur einteilen.

a) Nach Funktion:

b) Nach Struktur:


22. Die berühmte Satzklammer

Das Deutsche liebt es, Sätze zu „einklammern“.
Das konjugierte Verb steht früh, der Rest am Ende.

Beispiel:
Ich habe gestern ein Buch gelesen.
Er will morgen nach Wien fahren.

In Nebensätzen schiebt sich das konjugierte Verb ganz nach hinten:
..., weil er morgen nach Wien fahren will.

Das ist eine der wichtigsten architektonischen Regeln im Deutschen.


23. Nebensatzarten

Nebensätze können viele Funktionen haben.

Kausalsatz (Grund): ..., weil er müde ist.
Konditionalsatz (Bedingung): ..., wenn er Zeit hat.
Konsekutivsatz (Folge): ..., sodass er einschlief.
Konzessivsatz (Einschränkung): ..., obwohl er müde war.
Finalsatz (Zweck): ..., damit er schlafen kann.
Temporalsatz (Zeit): ..., als er jung war.
Relativsatz (Bezug): Das ist der Mann, der singt.


24. Modalverben

Sie verändern die Bedeutung des Hauptverbs.

Modalverb Bedeutung Beispiel
dürfen Erlaubnis Ich darf gehen.
können Fähigkeit Ich kann schwimmen.
mögen Vorliebe Ich mag tanzen.
müssen Notwendigkeit Ich muss lernen.
sollen Pflicht Ich soll helfen.
wollen Wille Ich will schlafen.

Kombination:
Ich muss morgen früh arbeiten gehen.


25. Trennbare & untrennbare Verben

Trennbar: Das Präfix steht im Satzende.
Ich stehe früh auf.
Er ruft seine Mutter an.

Untrennbar: Das Präfix bleibt am Verb.
Er besucht seine Mutter.
Sie versteht die Aufgabe.

Hinweis: Trennbare Präfixe sind z. B. ab-, an-, auf-, ein-, mit-, nach-, zu-,
untrennbare sind be-, ent-, er-, ver-, zer-.


26. Passiv

Passiv verschiebt den Fokus vom Handelnden zur Handlung.

Vorgangspassiv: Das Haus wird gebaut.
Zustandspassiv: Das Haus ist gebaut.

Bildung:
werden + Partizip II (Vorgang)
sein + Partizip II (Zustand)

Mit Handlungsträger:
Das Haus wird von Arbeitern gebaut.


27. Reflexive Verben

Subjekt und Objekt beziehen sich auf dieselbe Person.
Ich wasche mich.
Er erinnert sich an den Urlaub.

Manche sind immer reflexiv: sich beeilen, sich schämen
Manche optional: Ich kämme (mich / den Hund).


28. Adjektivdeklination im Detail

Das Adjektiv richtet sich nach Artikel, Fall und Zahl.

Beispiel mit schön:

Artikelart Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ
der (mask.) der schöne Mann des schönen Mannes dem schönen Mann den schönen Mann
ein (mask.) ein schöner Mann eines schönen Mannes einem schönen Mann einen schönen Mann
ohne Artikel schöner Mann schönen Mannes schönem Mann schönen Mann

Ja, das ist der Punkt, an dem Deutschschüler verzweifeln – völlig zu Recht.


29. Wortarten im Grenzbereich

Manche Wörter sind Chamäleons.
„Heute“ kann ein Adverb sein (Ich komme heute.),
„morgen“ kann auch als Nomen funktionieren (das Morgen).

Deutsch erlaubt Wortartenwechsel durch Kontext und Großschreibung.


30. Partizipien

Partizip I (aktivisch): lachend, singend, rennend
Die lachende Frau geht vorbei.

Partizip II (passivisch/Perfektform): gelacht, gesungen, gerannt
Die Frau hat gelacht.

Partizipien werden auch als Adjektive benutzt:
das gebrochene Herz, der gefallene Held.


31. Wortstellung bei Adverbialen

Die Reihenfolge folgt oft dem Schema:
TE-KA-MO-LO = Temporal, Kausal, Modal, Lokal
Ich gehe morgen (wann) wegen des Wetters (warum) zu Fuß (wie) in die Schule (wohin).

Klingt konstruiert, funktioniert aber erstaunlich oft.


32. Infinitiv mit „zu“

Er versucht, das Problem zu lösen.
Es ist wichtig, regelmäßig zu lernen.

Aber: Nach Modalverben oder „lassen“ steht kein zu:
Ich kann gehen.
Er lässt mich schlafen.


33. Indirekte Rede (Detail)

Konjunktiv I drückt Wiedergabe aus:
Er sagt, er habe keine Zeit.
Bei Gleichheit mit Indikativ nutzt man Konjunktiv II:
Er sagt, er hätte keine Zeit.


34. Präpositionale Objekte

Manche Verben verlangen feste Präpositionen:
warten auf, sich freuen über, abhängen von, teilnehmen an, bitten um

Diese Verbindungen muss man lernen – reine Logik hilft selten.


35. Modalpartikeln

Diese winzigen Wörter färben Sätze emotional:
ja, doch, mal, eben, halt, wohl, schon

Mach das doch! (freundlich auffordernd)
Das ist ja unglaublich! (Betonung, Überraschung)

Sie verändern keine Grammatik, aber sehr wohl den Tonfall.


36. Vergleichssätze

Er ist größer als ich.
Sie ist so klug wie ihre Mutter.

Nach als steht der Komparativ, nach wie der Positiv.


37. Satzzeichen im Detail

Komma bei Infinitivgruppen:
Er hat vergessen, das Fenster zu schließen.

Kein Komma:
Er hat versucht zu helfen. (wenn kein „zu + Verb“ betont wird oder kein Zusatz steht)

Gedankenstrich:
Ich war – ehrlich gesagt – völlig überrascht.


38. Worttrennung am Zeilenende


39. Direkte Rede

Er sagte: „Ich komme morgen.“
Bei eingeschobenen Sätzen:
„Ich komme“, sagte er, „morgen.“

Anführungszeichen im Deutschen: „unten-oben“
In der Schweiz: «so»


40. Nominalisierung (Substantivierung)

Verben oder Adjektive können zu Nomen werden:
das Schwimmen, das Gute, beim Lesen, im Dunkeln
Regel: Wenn ein Artikel oder eine Präposition davor steht → großschreiben.


41. „das“ vs. „dass“

das: Artikel oder Relativ-/Demonstrativpronomen
Das Haus, das ich meine, ist alt.
Ich weiß, dass das stimmt.

dass: Konjunktion, leitet Nebensatz ein
Ich glaube, dass er kommt.

Merksatz:
Wenn du dieses, jenes oder welches einsetzen kannst, steht das.
Ich weiß, ___ er kommt.Ich weiß, dass er kommt. (nicht ersetzbar → also „dass“)


42. Getrennt- und Zusammenschreibung

Eine der größten Stolperfallen.

a) Zusammenschreibung (eine Bedeutungseinheit):
kennenlernen, radfahren, spazierengehen

b) Getrenntschreibung (wörtlich, zwei Bedeutungen):
laufen gehen, stehen bleiben, hell leuchten

Tendenz: Je fester und bildhafter die Bedeutung, desto zusammen.
Je freier und wörtlicher, desto getrennt.

Sie lässt ihn sitzen bleiben (nicht aufstehen).
Er bleibt sitzen (verliert in der Schule).


43. Wortartenwechsel durch Kontext

Deutsch erlaubt „Kategorie-Springen“.
Das Gute siegt. (gut → Nomen)
Er trinkt ein Glas Wasser. (Glas als Behälter)
Er trinkt das ganze Glas. (Glas als Inhalt)

Das zeigt: Grammatik folgt der Bedeutung, nicht umgekehrt.


44. Fremdwörter & Eindeutschung

Viele Wörter stammen aus dem Lateinischen, Französischen oder Englischen.
Deutsch integriert sie, aber unregelmäßig.

Computer – der Computer – die Computer (unverändert)
Party – die Party – die Partys (Plural mit -s)
Team – das Team – die Teams

Regel:
Wenn ein Fremdwort wie ein deutsches klingt, bekommt es deutsche Formen.
Wenn nicht, bleibt es meist unverändert.


45. Abkürzungen

Abkürzungen behalten Groß- und Kleinschreibung der ursprünglichen Wörter:
z. B. (zum Beispiel), u. a. (unter anderem), d. h. (das heißt)
Lkw (Lastkraftwagen), CD, USB-Stick


46. Pluralbildung (Vertiefung)

Keine einheitlichen Regeln – aber Muster:


47. „seid“ vs. „seit“

seid = Verbform von sein
Ihr seid müde.

seit = Präposition (Zeitpunkt)
Ich lebe hier seit drei Jahren.


48. „wie“ vs. „als“

Fehlerhaft: Ich bin größer wie du.
Korrekt: Ich bin größer als du.


49. Dehnung & Schärfung

Lang gesprochener Vokal → oft mit h, ie, äh, ähnlich verlängert.
Sahne, Liebe, Bühne.
Kurz gesprochener Vokal → oft mit Doppelkonsonant markiert.
Mitte, Wasser, Kanne.


50. Wortfamilien & Ableitungen

Stammwort + Vorsilbe/Nachsilbe = neue Bedeutung:
fahren → abfahren, überfahren, verfahren, Erfahrung, Fahrer

be-: macht transitiv → reden → bereden
ver-: verändert Bedeutung → laufen → verlaufen (sich verirren)
-ung: macht ein Nomen → bauen → die Bauung (heute selten: „Bebauung“)
-lich / -los / -bar: beschreiben Eigenschaften → freundlich, hoffnungslos, machbar.


51. Synkope & Apokope (Wegfall von Lauten)

In Umgangssprache oder Dichtung:
’n bisschen, hab’s gesehen, geh’n wir.
Grammatisch nicht falsch, aber stilistisch markiert.


52. Sprachregister


53. Stilistische Satzrhythmik

Deutsche Sprache bevorzugt klare Satzglieder und Endbetonung.
Ich habe das Buch gestern gelesen. (natürlich)
Gelesen habe ich gestern das Buch. (betont das Verb)

Satzstellung kann Bedeutung nuancieren, ohne grammatikalisch falsch zu sein.


54. Appositionen

Ein erklärender Zusatz zum Nomen, meist durch Kommas abgetrennt.
Angela Merkel, die ehemalige Bundeskanzlerin, sprach über Energiepolitik.


55. Prädikative & Attributive Strukturen

Das Adjektiv ist also entweder Teil des Nomens oder Teil des Prädikats.


56. Sonderformen der Verben


57. Redewendungen & feste Wendungen

ins Wasser fallen, Tomaten auf den Augen haben, etwas durch die Blume sagen.
Sie folgen keiner Grammatiklogik – sie sind historische Fossilien.


58. Kongruenz (Übereinstimmung)

Subjekt und Prädikat müssen in Person und Zahl übereinstimmen:
Er geht. / Sie gehen. / Ich gehe.

Auch bei Artikeln und Adjektiven:
Diese schönen Blumen welken schnell.


59. Ellipsen

Weglassen grammatikalisch erwarteter Wörter, ohne Sinnverlust:
Komme gleich! (Ich komme gleich.)
Zwei Kaffee, bitte! (Ich hätte gern zwei Kaffee.)

Deutsch erlaubt Ellipsen besonders in gesprochener Sprache.


60. Doppelte Verneinung

Im Hochdeutschen verstärkt sie sich nicht, sondern bleibt eine einfache Verneinung:
Ich habe keine Ahnung.
Falsch wäre: Ich habe keine Ahnung nicht.
(Dialekte wie Bayrisch verwenden doppelte Verneinung aber zur Verstärkung.)


61. Satzmelodie & Betonung

Im Deutschen liegt die Hauptbetonung meist auf der ersten Silbe:
LEben, GEfahren, SCHULE, LEser.
Bei Fremdwörtern oft auf der letzten:
HoTEL, InTERnet, TeleFON.

Betonung kann Bedeutung ändern:
UMfahren (herumfahren) vs. umFAHren (überfahren).


62. Fokusverschiebung durch Satzstellung

Den Hund biss der Mann. (ungewöhnlich, betont „Hund“)
Der Mann biss den Hund. (normal, betont „Mann“)

Deutsch erlaubt fast beliebige Wortstellung, solange die Satzklammer intakt bleibt.


63. Interpunktion bei Aufzählungen

Ich mag Äpfel, Birnen, Pfirsiche und Trauben.
→ Kein Komma vor und, es sei denn, der Satz ist komplex:
Er sang, und sie tanzte dazu.


64. Stilmittel der Schriftsprache

Das sind rhetorische Werkzeuge, keine festen Grammatikregeln.


65. Regionalismen & Varianten

Einige Beispiele:

Alle sind korrekt – das Hochdeutsche erlaubt regionale Vielfalt.


Damit bist du durch die kompletten zentralen Regeln der deutschen Grammatik gegangen – also die Struktur, nach der alle weiteren Lehrwerke aufgebaut sind.
Wer diese 65 Blöcke versteht, kann jede Grammatikfrage systematisch herleiten.

Wenn du magst, kann ich als Teil 4 noch die praktische Anwendungsebene machen – Fehlerquellen, Tricks zum leichteren Lernen, typische Muttersprachlerfehler, und wie man Deutsch „gefühlt“ richtig spricht, nicht nur „regelhaft“.
Willst du, dass ich das anschließe?