Regl: Des Alfönisße Alfabehd hod:
22 Buaßsßdom:
A B Ä D E F G H I J Ö L M N O R Ü S U ẞ(ch) W Z
(alles überprüfen!!!)
Z.B: I geh jedz zum sßbar, damidd i a lebakas semmal essn ko. Des wiad a Gsßmakks erlebniss! I muas daun zua sßui. Da Bus kummd ned. Da Zug foid aus.
Regl:
Haubdwöadda oda Wördda die im Sodz ois Haubdwordd gnudzd wean, wean gros gßriem!
→ Da Hund rennd wia da Wind. Es is im Oigemeinen bekannd, das dea Kaisa a goanz liaba is.
Ois aundre wiad gloa gßriem!
→ I mog Alföniß!
Noch an Dobblbunkd oda am Sodzofaung keads a gros gßriem:
→ Er sogd: Auddos san subba! Des Auddo is ßo reſt oid.
Regl:
Es gibd drei grammadiße Gschleſda:
Männliſ: da Diß
Weibliſ: di Laumbn
Säſliſ: des Haus
Regl:
Alföniß hod 4 Fälle:
Wer oder Wos → da Hund
Wem (keads) → dem Hund
Wem → dem Hund/den Hund
Wen oder wos → den Hund
Regl:
Mehrzoi endstehd duaſ faßiedene Endungen:
→ da Hund – di Hund, des Kind – di Kinda, di Frau – di Fraun
Ka einheitliche Regl – Mehrzoifoamen miassen oft gleand weadn.
Regl:
A Duhenwordd bassd si an Berson, Zoi und Zeid o.
Beißbü „geh ßo“:
Gegnwoadd:
1. Berson Anzoi: I geh ßo.
2. BAz: Du gehßd ßo
3.BAz: Er/Sie/Es gehd ßo.
1.BMz: wia gengan ßo.
2.BMz: ihr gehd ßo.
3.BMz: sie gengan ßo.
Fagangheid:
1. Berson Anzoi: i bi ßo gaunga.
2.BAz: Du bisd ßo gaunga.
3.BAz: Er is ßo gaunga.
1.BMz: Wir san ßo gaunga
2.BMz: Ihr sads ßo gaunga.
3.BMz: Sie san ßo gaunga.
Zukunfd:
1. Berson Anzoi: i wea ßo geh.
2.BAz: du wiasd ßo geh.
3.BAz: er wiad ßo geh.
1.BMz: Wir wean ßo geh.
2.BMz: ihr wead ßo geh.
3.BMz: sie wean ßo geh.
Hoben sein und weadn san di 3 Hüfsweabn, oda so.
Grundßdrukdur: Berson – Duhenword – Objekd
→ Da Bua (B) issd (D) den Obbfi (O).
In Nebensädzen: Duhenword am End
→ ..., wei da Bua den obbfi issd.
In Frogn: Duhenword zuersd
→ Issd da Bua den Obbfi?
In Beföhn: Duhenword am Ofaung
→ Iss den Obbfi!
Regl:
normal – mehr – am meisdn
(noſ dem is)→ ß*nö – ßnölla – am ßnösdn
(vor dem haubdwordd)→ ßnölla – ßnöllara – da ßnösde
*
Wos füa a ßdeigarung wo benudzn: hängd vom Eignßafdswordd o:
a ßnölla Hund, a ßnöllara Hund, da ßnösde Hund | da Hund is ßnö, da andare Hund is ßnölla, dea Hund do is oba am ßnösdn
Bunkdd (.) → normala Sadzbeända
Frogezeiſn (?) → Frog
Ousrufezeiſn (!) → Beföh/Gfüh
Komma (,) → Ddrennd Nebensädze, Aufzählungen, zeiddnfreie Worddgruppen
Dobbelbunkd (:) → Onkündigung/Zidadd
Gedaunkenßdriſ (–) → Eißub
Onführungszeiſen („“) → Zidadd/Wörtddiſe Rede
Beißbü:
→ Er sogdd: „I kumm speda.“
Zusammsedzung: Haus + Ddür = Hausddür
Obleiddung: schnö → Schnölliſkeid
Worddhinzugaben füan Ofaung und End: be-, va-, -ung, -heit usw.
ie sogd ma laung: Ddier, …
Dobblbuaſßdomregl: Wenn 2 gleiſe Buaſßdom hindaranaunda kemman, daun sbriſdd ma des ßnö aus.
Noch am kuazen Vokal foigd ofd a Dobblbuaſßdob dea ßnö ausgßbroſn wiad: Midde, Wossa.
Da Buaſßdom foa am ßdummen H wiad langsam ausgßbroſn: Hase, Bühne,etc
Da ledzde Buaſßdob wiad manchmoi ned ausgßbroſn: Hase, et
Haubdregln:
Zwißen Haubd- und Nebensodz → I wass, das du kummsdd.
Bei zeiddnfreien Worddgruppen → Es is wiſdig, reglmäsig zu lerna.
Bei Aufzöhlungen → I mgg Öbbfi, Birn und Draubn.
Alföniße Sädze hom ofdd zwa Duhenwordddeile – das faändadde Duhenwordd und des fagangenheid/zeiddnfreie-Wordd:
→ I hob des Buach glesen.
→ Er wü heid kemma.
Regl:
„ned/etc“ faneindd Duhenwördda, Eigenßoffdswördda oda gaunze Sädze: I geh ned.
„ka“ faneindd Haubdwördda: I hob ka Auddo.
Akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um
Dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu
Wechselpräpositionen: an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen
→ auf den Tisch (Akk) = Bewegung
→ auf dem Tisch (Dat) = Ort
→ Das ist der Mann, der den Hund hat.
(Relativpronomen richtet sich nach dem Bezugswort: der/die/das, welcher/welche/welches.)
Nebenordnend: und, oder, aber, denn → kein Verb ans Ende
Unterordnend: weil, dass, obwohl → Verb ans Ende
→ Er sagt, er sei krank. (Konjunktiv I)
→ Er sagte, er sei krank gewesen. (Vergangenheit)
Sätze kann man nach ihrer Funktion und Struktur einteilen.
a) Nach Funktion:
Aussagesatz: Ich esse Pizza.
Fragesatz: Isst du Pizza?
Aufforderungssatz: Iss Pizza!
Wunschsatz: Wenn ich doch Pizza hätte!
b) Nach Struktur:
Einfacher Satz: Der Hund schläft.
Hauptsatzreihe (Parataxe): Der Hund schläft, und die Katze jagt Mäuse.
Satzgefüge (Hypotaxe): Der Hund schläft, weil er müde ist.
Das Deutsche liebt es, Sätze zu „einklammern“.
Das konjugierte Verb steht früh, der Rest am Ende.
Beispiel:
→ Ich habe gestern ein Buch gelesen.
→ Er will morgen nach Wien fahren.
In Nebensätzen schiebt sich das konjugierte Verb ganz nach hinten:
→ ..., weil er morgen nach Wien fahren will.
Das ist eine der wichtigsten architektonischen Regeln im Deutschen.
Nebensätze können viele Funktionen haben.
Kausalsatz (Grund): ..., weil er müde ist.
Konditionalsatz (Bedingung): ..., wenn er Zeit hat.
Konsekutivsatz (Folge): ..., sodass er einschlief.
Konzessivsatz (Einschränkung): ..., obwohl er müde war.
Finalsatz (Zweck): ..., damit er schlafen kann.
Temporalsatz (Zeit): ..., als er jung war.
Relativsatz (Bezug): Das ist der Mann, der singt.
Sie verändern die Bedeutung des Hauptverbs.
| Modalverb | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| dürfen | Erlaubnis | Ich darf gehen. |
| können | Fähigkeit | Ich kann schwimmen. |
| mögen | Vorliebe | Ich mag tanzen. |
| müssen | Notwendigkeit | Ich muss lernen. |
| sollen | Pflicht | Ich soll helfen. |
| wollen | Wille | Ich will schlafen. |
Kombination:
→ Ich muss morgen früh arbeiten gehen.
Trennbar: Das Präfix steht im Satzende.
→ Ich stehe früh auf.
→ Er ruft seine Mutter an.
Untrennbar: Das Präfix bleibt am Verb.
→ Er besucht seine Mutter.
→ Sie versteht die Aufgabe.
Hinweis: Trennbare Präfixe sind z. B. ab-, an-, auf-, ein-, mit-, nach-, zu-,
untrennbare sind be-, ent-, er-, ver-, zer-.
Passiv verschiebt den Fokus vom Handelnden zur Handlung.
Vorgangspassiv: Das Haus wird gebaut.
Zustandspassiv: Das Haus ist gebaut.
Bildung:
werden + Partizip II (Vorgang)
sein + Partizip II (Zustand)
Mit Handlungsträger:
→ Das Haus wird von Arbeitern gebaut.
Subjekt und Objekt beziehen sich auf dieselbe Person.
→ Ich wasche mich.
→ Er erinnert sich an den Urlaub.
Manche sind immer reflexiv: sich beeilen, sich schämen
Manche optional: Ich kämme (mich / den Hund).
Das Adjektiv richtet sich nach Artikel, Fall und Zahl.
Beispiel mit schön:
| Artikelart | Nominativ | Genitiv | Dativ | Akkusativ |
|---|---|---|---|---|
| der (mask.) | der schöne Mann | des schönen Mannes | dem schönen Mann | den schönen Mann |
| ein (mask.) | ein schöner Mann | eines schönen Mannes | einem schönen Mann | einen schönen Mann |
| ohne Artikel | schöner Mann | schönen Mannes | schönem Mann | schönen Mann |
Ja, das ist der Punkt, an dem Deutschschüler verzweifeln – völlig zu Recht.
Manche Wörter sind Chamäleons.
„Heute“ kann ein Adverb sein (Ich komme heute.),
„morgen“ kann auch als Nomen funktionieren (das Morgen).
Deutsch erlaubt Wortartenwechsel durch Kontext und Großschreibung.
Partizip I (aktivisch): lachend, singend, rennend
→ Die lachende Frau geht vorbei.
Partizip II (passivisch/Perfektform): gelacht, gesungen, gerannt
→ Die Frau hat gelacht.
Partizipien werden auch als Adjektive benutzt:
→ das gebrochene Herz, der gefallene Held.
Die Reihenfolge folgt oft dem Schema:
TE-KA-MO-LO = Temporal, Kausal, Modal, Lokal
→ Ich gehe morgen (wann) wegen des Wetters (warum) zu Fuß (wie) in die Schule (wohin).
Klingt konstruiert, funktioniert aber erstaunlich oft.
→ Er versucht, das Problem zu lösen.
→ Es ist wichtig, regelmäßig zu lernen.
Aber: Nach Modalverben oder „lassen“ steht kein zu:
→ Ich kann gehen.
→ Er lässt mich schlafen.
Konjunktiv I drückt Wiedergabe aus:
→ Er sagt, er habe keine Zeit.
Bei Gleichheit mit Indikativ nutzt man Konjunktiv II:
→ Er sagt, er hätte keine Zeit.
Manche Verben verlangen feste Präpositionen:
→ warten auf, sich freuen über, abhängen von, teilnehmen an, bitten um
Diese Verbindungen muss man lernen – reine Logik hilft selten.
Diese winzigen Wörter färben Sätze emotional:
ja, doch, mal, eben, halt, wohl, schon
→ Mach das doch! (freundlich auffordernd)
→ Das ist ja unglaublich! (Betonung, Überraschung)
Sie verändern keine Grammatik, aber sehr wohl den Tonfall.
→ Er ist größer als ich.
→ Sie ist so klug wie ihre Mutter.
Nach als steht der Komparativ, nach wie der Positiv.
Komma bei Infinitivgruppen:
→ Er hat vergessen, das Fenster zu schließen.
Kein Komma:
→ Er hat versucht zu helfen. (wenn kein „zu + Verb“ betont wird oder kein Zusatz steht)
Gedankenstrich:
→ Ich war – ehrlich gesagt – völlig überrascht.
Trennen nach Silben: Wun-der-bar
Bei zusammengesetzten Wörtern nach Bestandteilen: Haupt-stadt, Kinder-garten
Nie mitten im Diphthong: kein lau-fen → lau-fen ist falsch, richtig lauf-en.
→ Er sagte: „Ich komme morgen.“
Bei eingeschobenen Sätzen:
→ „Ich komme“, sagte er, „morgen.“
Anführungszeichen im Deutschen: „unten-oben“
In der Schweiz: «so»
Verben oder Adjektive können zu Nomen werden:
→ das Schwimmen, das Gute, beim Lesen, im Dunkeln
Regel: Wenn ein Artikel oder eine Präposition davor steht → großschreiben.
das: Artikel oder Relativ-/Demonstrativpronomen
→ Das Haus, das ich meine, ist alt.
→ Ich weiß, dass das stimmt.
dass: Konjunktion, leitet Nebensatz ein
→ Ich glaube, dass er kommt.
Merksatz:
Wenn du dieses, jenes oder welches einsetzen kannst, steht das.
→ Ich weiß, ___ er kommt. → Ich weiß, dass er kommt. (nicht ersetzbar → also „dass“)
Eine der größten Stolperfallen.
a) Zusammenschreibung (eine Bedeutungseinheit):
→ kennenlernen, radfahren, spazierengehen
b) Getrenntschreibung (wörtlich, zwei Bedeutungen):
→ laufen gehen, stehen bleiben, hell leuchten
Tendenz: Je fester und bildhafter die Bedeutung, desto zusammen.
Je freier und wörtlicher, desto getrennt.
→ Sie lässt ihn sitzen bleiben (nicht aufstehen).
→ Er bleibt sitzen (verliert in der Schule).
Deutsch erlaubt „Kategorie-Springen“.
→ Das Gute siegt. (gut → Nomen)
→ Er trinkt ein Glas Wasser. (Glas als Behälter)
→ Er trinkt das ganze Glas. (Glas als Inhalt)
Das zeigt: Grammatik folgt der Bedeutung, nicht umgekehrt.
Viele Wörter stammen aus dem Lateinischen, Französischen oder Englischen.
Deutsch integriert sie, aber unregelmäßig.
→ Computer – der Computer – die Computer (unverändert)
→ Party – die Party – die Partys (Plural mit -s)
→ Team – das Team – die Teams
Regel:
Wenn ein Fremdwort wie ein deutsches klingt, bekommt es deutsche Formen.
Wenn nicht, bleibt es meist unverändert.
Abkürzungen behalten Groß- und Kleinschreibung der ursprünglichen Wörter:
→ z. B. (zum Beispiel), u. a. (unter anderem), d. h. (das heißt)
→ Lkw (Lastkraftwagen), CD, USB-Stick
Keine einheitlichen Regeln – aber Muster:
-(e)n: die Frau – die Frauen, die Blume – die Blumen
-e: der Tisch – die Tische
-er (oft mit Umlaut): das Kind – die Kinder, das Buch – die Bücher
-s: das Auto – die Autos
keine Endung: der Lehrer – die Lehrer
seid = Verbform von sein
→ Ihr seid müde.
seit = Präposition (Zeitpunkt)
→ Ich lebe hier seit drei Jahren.
Gleichheit → wie: so groß wie ich
Ungleichheit → als: größer als ich
Fehlerhaft: Ich bin größer wie du.
Korrekt: Ich bin größer als du.
Lang gesprochener Vokal → oft mit h, ie, äh, ähnlich verlängert.
→ Sahne, Liebe, Bühne.
Kurz gesprochener Vokal → oft mit Doppelkonsonant markiert.
→ Mitte, Wasser, Kanne.
Stammwort + Vorsilbe/Nachsilbe = neue Bedeutung:
→ fahren → abfahren, überfahren, verfahren, Erfahrung, Fahrer
be-: macht transitiv → reden → bereden
ver-: verändert Bedeutung → laufen → verlaufen (sich verirren)
-ung: macht ein Nomen → bauen → die Bauung (heute selten: „Bebauung“)
-lich / -los / -bar: beschreiben Eigenschaften → freundlich, hoffnungslos, machbar.
In Umgangssprache oder Dichtung:
→ ’n bisschen, hab’s gesehen, geh’n wir.
Grammatisch nicht falsch, aber stilistisch markiert.
Hochsprache: Guten Tag, wie geht es Ihnen?
Umgangssprache: Hi, wie geht’s?
Dialekt: Servas, wia geht’s da?
Die Grammatik bleibt meist gleich, nur Lautung, Vokabular und Rhythmus ändern sich.
Deutsche Sprache bevorzugt klare Satzglieder und Endbetonung.
→ Ich habe das Buch gestern gelesen. (natürlich)
→ Gelesen habe ich gestern das Buch. (betont das Verb)
Satzstellung kann Bedeutung nuancieren, ohne grammatikalisch falsch zu sein.
Ein erklärender Zusatz zum Nomen, meist durch Kommas abgetrennt.
→ Angela Merkel, die ehemalige Bundeskanzlerin, sprach über Energiepolitik.
Attributiv: der kluge Schüler
Prädikativ: Der Schüler ist klug.
Das Adjektiv ist also entweder Teil des Nomens oder Teil des Prädikats.
starke Verben: Stammvokal ändert sich (gehen – ging – gegangen)
schwache Verben: keine Stammänderung (machen – machte – gemacht)
gemischte Verben: Mischung (bringen – brachte – gebracht)
→ ins Wasser fallen, Tomaten auf den Augen haben, etwas durch die Blume sagen.
Sie folgen keiner Grammatiklogik – sie sind historische Fossilien.
Subjekt und Prädikat müssen in Person und Zahl übereinstimmen:
→ Er geht. / Sie gehen. / Ich gehe.
Auch bei Artikeln und Adjektiven:
→ Diese schönen Blumen welken schnell.
Weglassen grammatikalisch erwarteter Wörter, ohne Sinnverlust:
→ Komme gleich! (Ich komme gleich.)
→ Zwei Kaffee, bitte! (Ich hätte gern zwei Kaffee.)
Deutsch erlaubt Ellipsen besonders in gesprochener Sprache.
Im Hochdeutschen verstärkt sie sich nicht, sondern bleibt eine einfache Verneinung:
→ Ich habe keine Ahnung.
Falsch wäre: Ich habe keine Ahnung nicht.
(Dialekte wie Bayrisch verwenden doppelte Verneinung aber zur Verstärkung.)
Im Deutschen liegt die Hauptbetonung meist auf der ersten Silbe:
→ LEben, GEfahren, SCHULE, LEser.
Bei Fremdwörtern oft auf der letzten:
→ HoTEL, InTERnet, TeleFON.
Betonung kann Bedeutung ändern:
→ UMfahren (herumfahren) vs. umFAHren (überfahren).
→ Den Hund biss der Mann. (ungewöhnlich, betont „Hund“)
→ Der Mann biss den Hund. (normal, betont „Mann“)
Deutsch erlaubt fast beliebige Wortstellung, solange die Satzklammer intakt bleibt.
→ Ich mag Äpfel, Birnen, Pfirsiche und Trauben.
→ Kein Komma vor und, es sei denn, der Satz ist komplex:
Er sang, und sie tanzte dazu.
Parallelismus: Schnell kam er, langsam ging er.
Chiasmus: Er liebt sie, sie hasst ihn.
Inversion: Seltsam ist das schon.
Anapher: Ich kam, ich sah, ich siegte.
Das sind rhetorische Werkzeuge, keine festen Grammatikregeln.
Einige Beispiele:
Brötchen / Semmel / Weck / Schrippe
Tomate / Paradeiser
Kartoffel / Erdapfel
Tüte / Sackerl
Alle sind korrekt – das Hochdeutsche erlaubt regionale Vielfalt.
Damit bist du durch die kompletten zentralen Regeln der deutschen Grammatik gegangen – also die Struktur, nach der alle weiteren Lehrwerke aufgebaut sind.
Wer diese 65 Blöcke versteht, kann jede Grammatikfrage systematisch herleiten.
Wenn du magst, kann ich als Teil 4 noch die praktische Anwendungsebene machen – Fehlerquellen, Tricks zum leichteren Lernen, typische Muttersprachlerfehler, und wie man Deutsch „gefühlt“ richtig spricht, nicht nur „regelhaft“.
Willst du, dass ich das anschließe?